Café De Haven

Noordkade 3
2371 EA Roelofarendsveen
071-3312374
Cafés / Bars ,Restaurants ,
Foto door: Café De Haven

Café De Haven

Geschichte

1872 war Frans Demmenie der erste, der am Kai des Hafens in Roelofarendsveen eine Wohnung baute. Er betrachtete die intensive Geschäftigkeit rund um die Schleuse, das wirtschaftliche Zentrum des Dorfes in dieser Zeit, als gute Möglichkeit sein Brot zu verdienen und eröffnete 1876 in seinem Wohnzimmer eine Schankstube.

Nach seinem Tod führte seine Witwe das Geschäft bis 1889 weiter. 1894 wurde die Schleuse neu gebaut. In dieser Zeit wurde De Haven durch den Gastwirt Bakker geführt. 1898 übernahm Leen Elstgeest die Herberge. Da Leens zweite Frau wenig vom Kneipenleben hielt (sie hängte die Wäsche zum Trocknen zwischen die Gäste ins Café), verkaufte Leen das Café an Turk. Dies wird bis zum heutigen Tag von den Nachfahren Elstgeests sehr bedauert. 1914 ging das Café in die Hände von Jan Bot über, der dort für lange Zeit das Zepter führte. Im Alter von 23 Jahren verschuldete sich Leen Akerboom mit 1000,- Gulden bei der Kirche und kaufte 1940 das Café De Haven.

Leen Akerboom erhöhte 1950 das Dach des Cafés. Dadurch entstand ein Obergeschoss mit einer Reihe von Zimmern für Durchreisende und Fischer. Außerdem begann er Fischerboote zu verleihen. In dieser Zeit kamen Fischer aus den Städten mit dem Bus angereist. Samstagabend blieben sie dann im Café, schliefen ein paar Stunden und ruderten danach auf de Braassem. Das Obergeschoss des Café war regelmäßig voll mit Fischern unterschiedlichster Couleur. Obwohl Leen Akerboom stolzer Vater von 5 hübschen Töchtern war, hat dies niemals zu Problemen geführt.

Nachdem die Boote am Sonntag von den Fischern zurückgegeben waren, wurden sie an die Dorfjugend verliehen, die mit einigen Kisten Bier bewaffnet Richtung de Hem ruderten.  Dieses Phänomen sehen wir heute noch, allerdings in motorisiertem Zustand und etwas luxuriöserer Form. Wobei an schönen Sonntagen alles was schwimmen kann genutzt wird, um den See zu befahren. An der Schleuse ist dann den ganzen Tag der Teufel los.

Leen Akerboom nahm noch weitere Umbauten am Café vor und verkaufte es 1976 an seinen Schwiegersohn, der mit seiner jüngsten Tochter verheiratet war: C. de Konink. Unter den Händen von Cok und Rineke wurde Café De Haven zum Haventje und zu einem Begriff in Roelofarendsveen und Umgebung. Die Fischerboote wurden in eine Plattform am Wasser umgetauscht, die Außenterrasse wurde erhöht, die Bar kam woanders hin, es wurde angebaut, und als Meisterstück mauerte Cok eigenhändig einen Keller in das Café, in dem der Billardtisch verschwinden konnte, sodass ein schöner Raum für Feiern und Versammlungen etc. entstand. In dieser Zeit wurde auch das Fundament für die Stammgäste gelegt, die während der jährlichen Kirmes ein großes Spektakel auf de Zwet organisieren.

Nach fast 30 Jahren als Kneipier hatte Cok genug und übergab 2004 das inzwischen schönste Café von Roelofarendsveen an seine Tochter und seinen Schwiegersohn. Zur Feier der Übergabe wurde am 1. Januar das Wasser in der Schleuse erwärmt, sodass ein beheiztes Neujahrsschwimmen möglich wurde: De Sluisdompel war geboren. Wendy und Don machten munter weiter mit der Organisation der verschiedensten spielerischen Aktivitäten. Daneben wurde weiter an der Qualität und Gastfreundlichkeit gearbeitet, um der gemütlichen Bierstube einen modernen Anstrich zu geben, in dem alles möglich ist. Durch den Bau der Veranda und des Wintergartens im Jahr 2010 bekamen das Café-Gebäude und die Umgebung noch mehr bauliche Ausstrahlung und historischen Wert. Hier lässt es sich gut aushalten.

Wie der aufmerksame Leser bemerkt haben wird, gibt es also eine Tradition, dass De Haven vom Vater auf die Tochter übergeht. Zum Glück für die Einwohner von Roelofarendsveen haben Don de Jeu und Wendy de Konink inzwischen eine Thronfolgerin: Wies.


Kontaktinformationen

Cafe de Haven

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